Stolz wie Bolle

Die Firma Stecker-Express hat erneut für den laufenden Betrieb des Hohbuch-Cafés gespendet

„Wir sind mit der Verwaltung vergangenes Jahr von Engstingen nach Reutlingen umgezogen“, betonte Petra Ritter als Mitinhaberin des Familienunternehmens, das 1995 in Walddorfhäslach gegründet wurde. Ihre beiden Söhne sind 2016 in den Betrieb eingestiegen, somit hat bereits die zweite Generation nach den Firmengründern Petra und Siegfried Ritter in der Geschäftsleitung des Handelshauses für Industriesteckverbindungen Verantwortung übernommen. Mit dem Betrag von 3000 Euro hat das Spendenvolumen von Stecker-Express an das Hohbuch-Café mittlerweile die 15 000 Euro-Marke überschritten.

„Für uns ist diese jährliche Spende noch wichtiger geworden, weil die Fördersumme des Europäischen Sozialfonds auf ein Drittel geschrumpft ist“, berichtete Dr. Joachim Rückle bei der Spendenübergabe. Den Betrieb allein durch die Einnahmen im Verkauf des Cafés zu finanzieren sei unmöglich. „Dann läge der Preis für ein Essen nicht mehr bei 5 Euro 60, sondern wahrscheinlich weit über 10 Euro“, betonte Beate Schmid. Als Geschäftsführer des Reutlinger Diakonieverbands – der auch der Träger des Hohbuch-Cafés ist – führte Rückle aus, dass die Jugendlichen von der Oberlinschule und der Laura-Schradin-Schule in der Küche sowie im Service des besonderen Cafés Grundfertigkeiten lernen. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen, Freundlichkeit und Sauberkeit – ohne diese sogenannten „Softskills“ würden die jungen Menschen in den allermeisten Ausbildungsbetrieben schnell wieder entlassen werden. „Und manche der Jugendlichen haben das ja schon selbst erlebt“, betonte Schmid als Café-Leiterin. „Auf der einen Seite gibt es den großen Fachkräftebedarf, andererseits fällt aber auch eine große Zahl an Jugendlichen dadurch auf, dass sie Schule oder Ausbildung abbrechen“, so Rückle. „Diese Jugendlichen müssen erkennen, dass sie hier im Hohbuch-Café eine Chance erhalten“, sagte Petra Ritter.

„Unser großer Vorteil ist, dass die Schülerinnen und Schüler hier nicht nur kochen, sondern auch im Service im Café bedienen und kassieren“, sagte Beate Schmid als Leiterin der Einrichtung. Der direkte Kontakt mit den Gästen sei wichtiger Bestandteil des Konzepts im Hohbuch-Café. „Wenn die Jugendlichen erleben, dass das von ihnen produzierte Essen gelobt wird, das ist dann schon was Besonderes – da sind sie stolz wie Bolle.“ Positiv sei laut Rückle auch, „dass die praktische Arbeit hier in der Gastronomie was ganz anderes ist als die tägliche Schule“. Petra Ritter verwies darauf, dass ihr Unternehmen Stecker-Express auch ausbildet. „Wir hatten schon einige Probleme mit Auszubildenden, sind jetzt aber froh über unsere Super-Azubis.“

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